- Gesundheit nach Kassenlage
Sparen, bis kein Arzt kommt?
Im kommenden Jahr fehlen den Krankenkassen 19 Milliarden Euro. Die muss Gesundheitsministerin Warken (CDU) also mindestens einsparen, damit die Kassen-Beiträge nicht steigen. Mit dem sogenannten Beitragsstabilisierungsgesetz scheint wenigstens das gelungen. Was die Regierung Merz als erstes großes Reformpaket feiert, kostet vor allem die Versicherten viel Geld: höhere Medikamentenzuzahlungen, eine höhere Beitragsbemessungsgrenze für Gutverdiener und das Aus für die kostenlose Ehepartner-Mitversicherung. "Die Versorgung wird dafür schlechter", klagen Ärzte, Psychotherapeuten und Krankenhäuser, es sei nicht mehr als eine "Notoperation".
In der noch zu beschließenden Strukturreform sollen dann ausgerechnet Hausärzte wieder die "Lotsen im System" sein. Wie voll sind "übermorgen" also die Wartezimmer? Erst recht, wenn schon für den ersten Tag ein Krankenschein gebraucht wird? Gesundheit nach Kassenlage - sind die Zumutungen wenigstens gerecht verteilt? Warum ist das deutsche Gesundheitssystem teurer, aber nicht besser als in anderen Industrieländern? Warum sind zum Beispiel Medikamente hierzulande teurer?
- Nina Warken, CDU
Bundesgesundheitsministerin
- Ricarda Lang, Bündnis 90/Die Grünen
MdB, ehemalige Grünen-Vorsitzende
- Jens Baas
Techniker Krankenkasse
- Sibylle Katzenstein
Hausärztin
- Bernd Lange, SPD
Mitglied des Europäischen Parlaments
- Melanie Amann
Journalistin, Funke Mediengruppe
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maybrit illner
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